Diskriminierungserleben auf Großveranstaltungen

Im Rahmen des Projekts Act Aware. Act Now. des Vereins Act Aware e. V., gefördert durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, wurden umfangreiche Daten zu Diskriminierungserfahrungen auf Musikfestivals, Konzerten und anderen Großveranstaltungen in Deutschland erhoben. Nachdem im Projekt eine Onlinebefragung mit insgesamt 5.160 Teilnehmenden durchgeführt worden war, wurde unsere Hochschule angefragt, eine wissenschaftliche Teilauswertung der qualitativen Freitextantworten vorzunehmen.

Die vorliegende Studie stellt somit eine eigenständige qualitative Teilanalyse der im Projekt erhobenen Daten dar. Im Mittelpunkt stehen die offenen Erfahrungsberichte von Besucher*innen, die mittels inhaltlich-strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Ziel war es, subjektive Wahrnehmungen und Deutungen von Diskriminierung auf Großveranstaltungen sichtbar zu machen und wiederkehrende Muster sozialer Ausgrenzung zu identifizieren.

Die Analyse zeigt, dass Diskriminierungserfahrungen in unterschiedlichen Formen auftreten – etwa als sexualisierte Belästigung, rassistische Zuschreibungen, infrastrukturelle Barrieren für Menschen mit Behinderung oder weitere Formen sozialer Abwertung. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Großveranstaltungen soziale Räume sind, in denen gesellschaftliche Ungleichheiten sichtbar und teilweise reproduziert werden. Zugleich liefern sie wichtige Hinweise für die Entwicklung diskriminierungssensibler Strukturen und Awareness-Konzepte in der Veranstaltungs- und Festivalkultur.

 

Forschungsbericht

Lesen Sie hier den Bericht des Forschungsprojektes "Diskriminierungserleben auf Großveranstaltungen".

 

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Projektzeitraum:
tbd.

In Kooperation mit:
Act Aware e.V.