Aktionswoche "Wissenschaft gegen Faschismus"

Gemeinsam mit rund 70 Hochschulen beteiligten wir uns an der Kampagne und luden zu drei Veranstaltungen ein.

Den Auftakt machte Prof. Dr. Sarah Meyer mit dem Kurzvortrag „Unsere Zeit wird kommen“ – Erziehung und Familienpolitik der Neuen Rechten. Anhand von Texten neurechter Publizistinnen zeigte sie auf, welche Bedeutung Erziehung und Familie in den Strategien der Neuen Rechten einnehmen und wie autoritäre Erziehungsvorstellungen, Krisennarrative und kulturelle Abgrenzung miteinander verknüpft werden. In der anschließenden Diskussion wurde insbesondere darüber gesprochen, welche „offenen Flanken“ in Pädagogik und Sozialer Arbeit Anknüpfungspunkte für neurechte Narrative bieten können. Unter anderem wurde über die positiv-affektive Aufladung von Familie und Mutterschaft in neurechten Diskursen im Kontrast zu einer häufig problemorientierten Thematisierung von Familie im wissenschaftlichen Kontext sowie über die Attraktivität des Gemeinschaftsbegriffs diskutiert.

Im zweiten Programmpunkt stellte Prof. Dr. Christof Beckmann die Ergebnisse einer neuen Studie zum Thema „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bei Studierenden Sozialer Arbeit“ vor. Die Studie verdeutlicht, dass auch unter Studierenden der Sozialen Arbeit menschenfeindliche und abwertende Einstellungen gegenüber bestimmten gesellschaftlichen Gruppen vorhanden sind. Die anschließende Diskussion konzentrierte sich auf die Frage, wie Lehrende mit entsprechenden Äußerungen in Lehrveranstaltungen umgehen können. Dabei wurde das Spannungsfeld zwischen dem Schutz potenziell Betroffener, der professionsethisch begründeten Kritik an diskriminierenden Positionen sowie der Offenhaltung eines konstruktiven Diskursraums für persönliche Lern- und Entwicklungsprozesse thematisiert. 

Zum Abschluss stellte Lisa Uecker die Arbeitsgruppe „Aktiv gegen Rechts“ vor. Sie berichtete über bisherige Aktivitäten sowie geplante Vorhaben der AG. Im anschließenden Gespräch sammelten die Teilnehmenden Themenvorschläge und Ideen für zukünftige Formate. Diese sollen eine breite Beteiligung und ein niedrigschwelliges Engagement gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit fördern.

Wir haben uns über das Interesse an diesen Veranstaltungen sehr gefreut und werden auch weiterhin ein Zeichen setzen für Demokratie, Wissenschaft und Solidarität.


Weitere Infos: www.wissenschaft-gegen-faschismus.de

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Motiv Aktionswoche Wissenschaft gegen Faschismus