Vier junge Menschen stehen auf einem Berg und blicken in die Sonne. ©Helena Lopes / unsplash
Diakonie-Studium

Das Studium der Diakonie an der Evangelischen Hochschule in Hamburg

Der Diakonieabschluss an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie in Hamburg legt den Grundstein für einen späteren Beruf als Diakon_in. Der Abschluss richtet sich dabei an all jene, die eine pflegerische und sozialpädagogische Arbeit, beispielsweise innerhalb kirchlicher Gemeinden, diakonischer Unternehmen oder den Landeskirchen, aufnehmen wollen.

Ziel des Diakoniestudiums ist die Vermittlung eines kirchlich-theologischen, sozialen und pädagogischen Fachwissens, das praxisnah in der Arbeit mit Menschen von Bedeutung ist. Die Integration von Sozialwissenschaften und diakonischer Theologie ist dabei profilbildend für die Studiengänge der Ev. Hochschule. Diakonisch-theologische Bausteine sind fester Bestandteil des Studiums.

Das Studium der Diakonie erfolgt ergänzend zu dem Bachelor der Sozialen Arbeit 

Studierende des Bachelor-Studiengangs haben die Möglichkeit, durch die Belegung zusätzlicher Bausteine diakonische Kompetenzen zu erwerben. Diese Doppelqualifikation steht sowohl Studierenden des Vollzeitstudiums des Bachelor of Arts, als auch jenen des berufsintegrierenden Studiengangs (Bachelor of Arts) zur Verfügung. Diese zusätzlich erworbenen Qualifikationen berechtigen die Studenten_innen, das kirchliche Examen zu absolvieren, welches die Voraussetzung zur Einsegnung als Diakon_in ist. 

Aufbau des Studiengangs und Voraussetzungen für den Diakonieabschluss

Da der Diakonieabschluss eine Zusatzqualifikation darstellt, die im Rahmen der Bachelorstudiengänge erworben werden kann, ist der Aufbau stark an diesen ausgerichtet. Die Regelstudienzeit für den Bachelor of Arts beträgt 6 Semester, die für das berufsintegrierende Studium 8 Semesters. Weitere Informationen über die zusätzlichen Seminare und Praxis-Module finden Sie unter Studieninhalte und Studienaufbau des Diakoniestudiums

Information und Beratung

Koordination

040/65591-182

Berufliche Perspektiven

Die doppelte Qualifikation als Sozialpädagog_in und Diakon_in eröffnet vielfältige berufliche Perspektiven in den Arbeitsfeldern von Kirche, Diakonie sowie staatlichen und freien Trägern. Für Absolvent_innen des Studiengangs eröffnen sich Tätigkeiten innerhalb der Kirchengemeinde, etwa in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Seelsorge oder bei übergemeindlichen Stellen, um nur einige zu nennen. Der Beruf des_der Diakons_in ist sehr vielseitig, ebenso die Anstellungsmöglichkeiten, die unter anderem in folgenden Bereichen bestehen:

  • Arbeit in einer Kirchengemeinde. Diese umfasst, je nach Stellenbeschreibung, beispielsweise Kinder- und Jugendarbeit, Seniorenarbeit, Erwachsenenarbeit.
  • Arbeit in übergemeindlichen Stellen, beispielsweise als Referent_innen in Jugendpfarrämtern, Jugendkirchen etc.
  • Arbeit in sozialen Berufsfeldern, beispielsweise in der Arbit mit Menschen mit Fluchterfahrung
  • sozialarbeiterisch-diakonische Arbeit im Kontext von Stadtteildiakonie und Gemeinwesenarbeit
  • Arbeit in Bildungs- und Beratungsinstitutionen der Kirchenkreise
  • Seelsorge (z.B. in Krankenhäusern)

Diakonische Träger beschäftigen darüber hinaus Diakon_innen in profilbildenden Funktionen.

Das Diakoniestudium ist Teil zweier BA-Studiengänge. Durch die Zulassung zum Studium sind Sie automatisch für den Doppelabschluss als Diakon_in berechtigt. Für die Einsegnung als Diakon_in ist die Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche Voraussetzung.

Für die finanzielle Förderung eines Studiums gibt es grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten, wie Studienfonds oder Stipendien. Einen ersten Anlaufpunkt für die Studienfinanzierung stellt unsere Seite zu Stipendien und Förderungen für das Studium der Sozialen Arbeit dar.

FAQ

Die Ausbildung zum_r Diakon_in kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Der Abschluss kann entweder im Rahmen einer Ausbildung oder eines Studiums, etwa an einer Fachhochschule, erfolgen. Der Abschluss setzt dabei auf eine Kombination mit einem Sozial- oder Pflegeberuf. Für das Diakoniestudium an der Evangelischen Hochschule in Hamburg bedeutet dies, dass Kompetenzen ergänzend zum Bachelorstudium der Sozialen Arbeit erworben werden können. Wahlweise können Sie diese auch im Rahmen des berufsintegrierenden Bachelors erwerben. 

Das integrierte Studium von Theologie und Sozialwissenschaft sowie die spezifischen Bausteine und Module für den diakonischen Abschluss richten sich an folgenden Zielen aus:

  • Sie vermitteln diakonisch-theologisches Grundwissen und Kompetenzen im Handlungsfeld von Kirche und Diakonie (Unterstützungsprozesse, Bildungsprozesse).
  • Darüber hinaus reflektieren sie die Diakonie als Organisation in ihren historischen Grundzügen und in den aktuellen sozialstaatlichen, gesellschaftlichen und theologischen Diskursen
  • Ferner vertiefen sie die ethische Auseinandersetzung mit Spannungsfeldern des diakonischen Handelns.
  • Zuletzt verhelfen sie zur Klärung der jeweiligen individuellen religiösen Biographie.

Das Diakoniestudium kann in Vollzeit oder nebenberuflich absolviert werden 
An der Ev. Hochschule in Hamburg bieten wir Studierenden zwei Möglichkeiten, die erforderlichen Module zu absolvieren, um die Zulassung für das kirchliche Examen als Diakon_in zu erhalten. Die Module können ergänzend zu den folgenden Studiengängen belegt werden:

Bei beiden Studienmodellen sind diakonisch relevante Studieninhalte bereits im Grundcurriculum verankert. Je nach Wahl der Studienoption gestaltet sich die Integration der erforderlichen Module für den Diakonieabschluss.

Die folgenden Seminare bzw. Bausteine sind über den integrierten Studienanteil und die diakonische Abschlussprüfung hinaus verbindlich für den Abschluss als Diakon_in. Sie werden regelmäßig angeboten und können weitgehend im Verlauf des Studiums besucht werden:

  • die erfolgreiche Teilnahme an zwei einführenden diakonisch-theologischen Seminaren, die regelmäßig semesterübergreifend angeboten werden
  • eine vor- und nachbereitete Hospitation im Umfang von 6 Tagen vorzugsweise in der vorlesungsfreien Zeit nach eigener Wahl in einem diakonischen, gemeindepädagogischen oder kirchlichen Handlungsfeld unter Anleitung einer_s Diakon_in
  • die Teilnahme an zwei diakonisch-theologischen Blockwochenenden
  • die Teilnahme an zwei diakonisch-theologischen Seminaren im 5./6. Semester in Modul 10 in Verbindung mit einer Blockwoche
  • die erfolgreiche Teilnahme an zwei Wahlbausteinen in der Regel im Anschluss an die Regelstudienzeit im Umfang von je 2 Credits

Die Nachweise der erfolgreichen Teilnahme sind Voraussetzung für die Zulassung zur diakonisch-theologischen Abschlussprüfung.

Die Teilnahme steht allen Studierenden offen, die sich für eine Vertiefung diakonisch-theologischer Inhalte interessieren.

Für den Abschluss als Diakon_in werden ab dem dritten Semester vertiefende Studienbausteine gewählt, deren Inhalte auf den im Grundcurriculum erworbenen Kenntnissen aufbauen. Die Zusatzbausteine des diakonischen Abschlusses orientieren sich an dem Kompetenzmodell für diakonische Berufe der EKD (2014) und vermitteln neben den im Studium der Sozialen Arbeit erworbenen unterstützenden Fertigkeiten, die im Zusammenhang mit der religiösen Bildung und der Verkündigung notwendiger Befähigungen stehen.

Damit qualifizieren sich die Studierenden, gemeinsam mit den kirchenrechtlichen Voraussetzungen wie der Einsegnung, für die Übernahme des kirchlichen Amtes einer_s Diakon_in.

Pro Semester sind folgende Zusatztage einzuplanen:

  • 3. Semester: 2 Tage / 3 Tage
  • 4. Semester: 2 Tage
  • 5. Semester: 2 x 2 Tage
  • 6. Semester: 2 Tage
  • 7. Semester: 1 Blockwoche (5 Tage) und 3 x 2 Tage
  • 8. Semester: 4 x 2 Tage und 3 Tage