Fünf junge Studierende sitzen draußen auf einer Bank und schauen auf einen Laptop. ©Pixel-Shot / Adobe Stock
Duales Bachelor-Studium

Praxisintegrierendes (duales) Bachelorstudium der Sozialen Arbeit

Die Zielgruppe für das duale Studium

Das duale BA-Studium der Sozialen Arbeit richtet sich insbesondere an Berufsanfänger_innen, die das Studium mit einer Anstellung in der Praxis verbinden wollen, aber auch an Quereinsteiger_innen und Personen, die bereits in sozialen Arbeitsfeldern tätig sind. Es stellt zudem eine gute Möglichkeit dar, das Studium zu finanzieren, da die Tätigkeit in der Praxisstelle vergütet wird.

Das duale Studium verknüpft zwei Lernorte

Der Studienaufbau ist durch die systematische Verknüpfung von zwei Lernorten charakterisiert: der Hochschule und der Praxisstelle. Parallel zur Praxis ist eine kontinuierliche Begleitung durch arbeitsfeldspezifische Seminare, Kasuistik (Fallarbeit) und Forschungswerkstätten vorgesehen.

Der Abschluss des Studiums

Neben dem B.A. Soziale Arbeit wird das Studium ebenfalls mit der staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiter_in und Sozialpädagog_in abgeschlossen. Dies sowie die generalistische Ausrichtung des Studiums ermöglicht eine spätere Tätigkeit in einer Vielzahl sozialer Berufsfelder. Erfahren Sie mehr hierzu unter Berufliche Perspektiven.

Highlights des Bachelor-Studiums

  • Verknüpfung des Studiums mit einer Anstellung bei einer_m Praxispartner_in der Hochschule
  • Finanzierung und Vergütung des Studiums durch die_den Praxispartner_in der Hochschule
  • überschaubare Strukturen und umfangreiche Betreuung
  • wissenschaftliches Arbeiten in Forschungswerkstätten
  • gute berufliche Perspektiven

Auf einen Blick

  • Bewerbung: Alle Infos unter Bewerbung für das duale Studium der Sozialen Arbeit
  • Abschluss: Bachelor of Arts Soziale Arbeit; staatl. Anerkennung als Sozialarbeiter_in / Sozialpädagog_in
  • Studienmodell: praxisintegrierend, dual
  • Credit Points (ECTS): 180
  • Dauer: 7 Semester (3,5 Jahre)
  • Kosten: Die Kosten werden von den Kooperationspartner_innen getragen.
  • Vergütung: Sie erhalten ein monatliche Vergütung von den Kooperationspartner_innen. Informationen zur genauen Höhe erhalten Sie von Ihrem Träger.
  • Studieninhalte und -aufbau
  • Zur Bewerbung

Information und Beratung

Sprechzeiten
Montag bis Mittwoch, 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Studiengangskoordination

Berufliche Perspektiven

Das duale Studium der Sozialen Arbeit bietet den Studierenden eine Reihe von Besonderheiten, die Ihnen auf dem Arbeitsmarkt zum Vorteil gereichen. Durch die Verknüpfung der zwei Lernorte Hochschule und Praxis erwerben Sie zum einen fundiertes Theorie- und Praxiswissen sowie Forschungskompetenzen zu sozialarbeiterischen Themen. Zum anderen erarbeiten Sie durch die direkte Einbindung eine reflektierte Handlungskompetenz bezüglich der praktischen Gestaltung von Anforderungen in sozialarbeiterischen Arbeitsfeldern – im Besonderen für das Tätigkeitsfeld der/des gewählten Kooperationspartners_in. Damit sind Sie bestens auf praktische Tätigkeiten der Sozialen Arbeit vorbereitet. Darüber hinaus bieten die Kooperationspartner_innen in der Regel die Option einer direkten Übernahme in ein festes Anstellungsverhältnis nach erfolgreicher Beendigung des Studiums.

Tätigkeitsfelder für Absolventen_innen des dualen Studiums

Das Studium ist generalistisch aufgebaut. Dies bedeutet, dass der Studiengang ein möglichst breites und umfassendes Spektrum der Sozialen Arbeit abdeckt. Dank dieses generalistischen Aufbaus qualifiziert das Studium für alle Arbeitsfelder und Tätigkeitsbereiche der Sozialen Arbeit. Unter der Sektion Studieninhalt und Studienaufbau finden Sie näheres zu den einzelnen Modulen und deren Inhalt.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums erlangen Sie die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter_in und Sozialpädagoge_in. Sie ermöglicht Ihnen eine Tätigkeit in verschiedenen Berufsfeldern der Vertiefungsrichtungen der Sozialen Arbeit. 

Im Anschluss an das duale Studium kann ein Masterstudium der Sozialen Arbeit aufgenommen werden. Dieses zielt zum einen auf die Vermittlung planender und leitender Kompetenzen innerhalb der Sozialen Arbeit ab. Zum anderen bietet es die Grundlage für eine spätere forschende Tätigkeit.

Vertiefungsrichtung „Kindheit, Jugend und Familie“

  • Bildungs-, Erziehungs-, Betreuungs- und Beratungseinrichtungen für Kinder, Jugendliche und Familien
  • Kindertageseinrichtungen
  • Ganztagsbetreuung in der Grundschule
  • ambulante, teil- und stationäre Erziehungshilfen
  • Kinderschutzeinrichtungen

Vertiefungsrichtung „Migration und Flucht“

  • Flüchtlingsarbeit
  • Integrationsberatung
  • Berufsausbildung und Weiterbildung

Vertiefungsrichtung „Behinderung und Teilhabe“

  • Arbeitsassistenz
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderungen oder andere Anbieter_innen
  • Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderungen

Vertiefungsrichtung "Sozialraumorientierung"

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Gesundheitsbezogene Hilfen
  • Altenhilfe
  • Migrationshilfe

Vertiefungsrichtung „Religionssensible Soziale Arbeit"

  • Schulsozialarbeit
  • Arbeit mit Migrant_innen
  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Hochschulzugangsberechtigung
  • Studien- und Ausbildungsvertrag mit einer_m Kooperationspartner_in der Evangelischen Hochschule. Voraussetzung ist das erfolgreiche Durchlaufen des Bewerbungsprozesses. Informationen zu den Auswahlkriterien finden Sie auf den Websites der Kooperationspartner_innen.
    Die Bewerber_innen erklären, die evangelische Orientierung der Hochschule anzuerkennen und zu respektieren und sich themenbezogen mit religiösen und ethischen Grundfragen auseinanderzusetzen.
  • Wenn der Studien_Ausbildungsvertrag unterschrieben ist, werden Sie von Ihrem Träger an der Evangelischen Hochschule angemeldet. Im Anschluss setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung und senden Ihnen die für die Zulassung notwendigen Dokumente.
  • Zulassungsordnung
  • Monatliche Kosten für das duale Studium
    Die für das Studium monatlich anfallenden Kosten werden vollständig von den Kooperationspartner_innen übernommen, sodass Ihnen dafür keine Kosten entstehen. Die Übernahme der semesterweise anfallenden Kosten für das Semesterticket des HVV, den Härtefond und den AStA-Beitrag ist ggf. ebenfalls durch Ihren Praxispartner möglich.
  • Die anfallende Semestergebühr beläuft sich auf ca. 200,00 Euro.
  • Bekommt man für die Arbeit beim Kooperationspartner eine Vergütung?
    Sie erhalten ein monatliche Vergütung von den Kooperationspartner_innen. Informationen zur genauen Höhe erhalten Sie von Ihrem Träger.

FAQ

Das Studienmodell ist dual, da das Studium mit einer praktischen Tätigkeit verknüpft wird. Studierende eines solchen Modells müssen keine Berufserfahrung vorweisen - Hauptzielgruppe sind somit Schulabsolvent_innen. Die Studierenden sind während des Studiums in einer Praxisstelle tätig. Deswegen wird diese Form des Studiums als praxisintegrierend bezeichnet. Mit dieser Praxisstelle hat die Hochschule einen Kooperationsvertrag und die Studienkosten werden von der Praxisstelle übernommen. Das Studium ist ideal, um bereits während des Studiums Praxiserfahrung zu sammeln. Es ermöglicht in den meisten Fällen anschließend eine direkte berufliche Übernahme durch die_den Arbeitgeber_in der Praxisstelle. Wir haben für Sie eine Liste der mit der Evangelischen Hochschule kooperierenden Praxispartner_innen zusammengestellt.

Der_Die Praxispartner_in vergütet die Tätigkeit in der Praxisstelle und übernimmt zudem die monatlich anfallenden Kosten für das Studium. Mehr dazu finden Sie unter

Kosten und Finanzierung

des dualen BA-Studium der Sozialen Arbeit.

Der duale BA-Studiengang der Sozialen Arbeit ist auf sieben Semester, respektive 3,5 Jahre, ausgelegt. Während der ersten sechs Semester wird abwechselnd studiert und einer praktischen Tätigkeit in der Stelle des_r Kooperationspartners_in nachgegangen. Das letzte Semester ist für die Bachelor-Thesis vorgesehen.

Studieninhalt und Studienaufbau

Der duale Studiengang setzt sich aus vier Studienphasen zusammen und ist auf eine Dauer von sieben Semester ausgelegt. Während der ersten drei Studienjahre bzw. sechs Semestern wechseln sich Studieren und praktisches Arbeiten ab. Die Art der Kombination von Praxis und Studieren variiert von Studienjahr zu Studienjahr. Den Abschluss des Studiums bildet die Bachelor-Thesis, die im 7. Semester verfasst wird. Die folgende Übersicht veranschaulicht dies: 

1. Studienjahr: Sie erarbeiten in Vollzeit an der Hochschule wissenschaftliche Grundlagen. In der vorlesungsfreien Zeit führen Sie das Studium bei den Kooperationspartner_innen fort. Dies wird durch praxisfeldspezifische Theorie-Praxis-Seminare begleitet, die sich bis zum Ende des Studiums erstrecken.

2. Studienjahr: Ihr Studium findet durchgehend in Teilzeit bei den Kooperationspartner_innen sowie im Theoriestudium an der Hochschule statt. Auf diese Weise wird eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis ermöglicht.

3. Studienjahr: Ihr Studium findet in Teilzeit bei den Kooperationspartner_innen statt, wodurch eine enge Theorie-Praxis-Verknüpfung und -Diskussion ermöglicht wird. Die Seminare an der Hochschule sind verblockt und auf die Semester verteilt. Zusätzlich wählen Sie eine Vertiefungsrichtung, die es Ihnen ermöglicht, sich kontextspezifisch auf die Anfordernisse in der Sozialen Arbeit vorzubereiten und Ihr Wissen in ausgewählten Arbeitsfeldern zu erweitern. Die Wahl setzt keine Vorerfahrungen im entsprechenden Handlungsfeld voraus. Folgende fünf Vertiefungsrichtungen werden angeboten:

Der aktuelle gesellschaftliche Wandel impliziert weitreichende Auswirkungen auf die Familie und das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Die Vertiefungsrichtung greift diese Umbruchsituation auf und vermittelt die in der Praxis benötigten Handlungsfähigkeiten, um die Adressat_innen in der Realisierung einer selbstbestimmten Lebensführung professionell unterstützen zu können.

Inhalte

  • Konstruktionen von Kindheit, Jugend und Familie im Wandel der Zeit
  • Klassische und aktuelle Entwicklungs- und Lerntheorien
  • Rechtliche Vertiefungen der sozialstaatlichen Leistungen
  • Bedarfsfeststellung und pädagogische Diagnostik
  • Beratung von/Kooperation mit Eltern/Familien

Migrationsbedingte Veränderungen unserer Gesellschaft, u.a. aufgrund der aktuellen Flüchtlingszuwanderung, erfordern von den Fachkräften der Sozialen Arbeit zunehmend eine erweiterte Professionalität. In dieser Vertiefungsrichtung werden die in der Praxis benötigten spezifischen Handlungsfähigkeiten in Bezug auf Migration und Flucht vermittelt.

Inhalte 

  • Migrations- und Fluchtbewegungen
  • Migrationstheoretische Grundlagen
  • Soziale Lebenslage und Teilhabe von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen
  • Flucht-, Migrations- und Integrationspolitik
  • Rechtliche, sozialstaatliche und zivilgesellschaftliche Rahmenbedingungen
  • Spezifische Konzepte und Methoden interkultureller, differenzbewusster Sozialer Arbeit 

In der Vertiefungsrichtung „Behinderung und Teilhabe“ wird das sozialstaatliche Hilfesystem für Menschen mit Behinderungen (insbes. Eingliederungshilfe) in den Fokus genommen. Zudem wird es auf seine Potentiale und Grenzen der Ermöglichung von Teilhabe am Leben in der Gesellschaft für seine Adressat_innen befragt.

Inhalte 

  • (De-)Konstruktion von Behinderung in Vergangenheit und Gegenwart
  • Hilfesystem für Menschen mit Behinderungen und seinen Akteur_innen
  • Aufgaben und Funktionen Sozialer Arbeit im Feld der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie
  • Aktuelle behindertenpolitische Diskurse (wie etwa Teilhabe, Inklusion, Intersektionalität)

Soziale Arbeit im Sozialraum hat eine lange Tradition und befindet sich zugleich in stetem Wandel. Grundlage ist die Kenntnis sozialräumlicher Problemsituationen und ihrer Auswirkungen auf Lebenswelten von Adressat_innen sowie der theoretischen und konzeptionellen Grundlagen sozialräumlichen Handelns. 

Durch die Erarbeitung sozialwissenschaftlicher Begriffe und Konzepte, eine Betrachtung der historischen Entwicklung und eine Praxis reflektierende Auseinandersetzung, lernen die Studierenden die Bedeutung von Sozialraumorientierung für Teilhabemöglichkeiten und Verwirklichungschancen in der Sozialen Arbeit zu reflektieren und erarbeiten sich das nötige Wissen und Können für deren Umsetzung.

Inhalte 

  • Ursachen sozialräumlicher Ungleichheit und daraus resultierender Problemlagen
  • Historische Entwicklung der sozialräumlichen Sozialen Arbeit
  • Positionen der Sozialraum-Debatte
  • Fachliche Konzepte der Sozialraumorientierung
  • Rechtliche Grundlagen
  • Diagnostische, planerische, gestaltende Methoden

Religion und religiöse Erscheinungsformen bekommen in der Einwanderungsgesellschaft eine neue Bedeutung. Für viele Menschen ist Religion gleichbedeutend mit Kultur und Identität. Das macht es auch für die Soziale Arbeit nötig, Religion in ihrer Bedeutung für Individuum und Gesellschaft sensibel wahrzunehmen und dafür Kompetenzen zu entwickeln.

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Religion zielt auf Kenntnisse über Phänomene von Religion und deren politische und soziale Relevanz. Ein weiterer Gegenstand ist die Reflexion der eigenen Haltung gegenüber religiösen Fragen, Bedürfnissen und Ressourcen von Adressat_innen Sozialer Arbeit. Studierende entwickeln so eine erhöhte Sensibilität für diesen Bereich und lernen dadurch, auf gegenwärtige Anforderungen in der Sozialen Arbeit angemessen zu reagieren.

Inhalte

  • Religion und gegenwärtige Gesellschaft im deutschen und europäischen Kontext
  • Religionsphänomenologie
  • Religionssoziologie
  • Grundzüge ausgewählter konfessioneller Religionen (z.B. Christentum und Islam) hinsichtlich ihrer Inhalte und Organisationsformen
  • Theoretische Zugänge zu Religionssensibilität und daraus entwickelte Handlungskonzepte
  • Religion und Biographie

Bachelor-Thesis (7. Semester) Sie schreiben, begleitet durch Bachelor-Kolloquien, Ihre Bachelor-Thesis. Währenddessen sind Sie bei der_m Kooperationspartner_in tätig und bereiten den Übergang in den Beruf vor. 

Praxiskooperationen

Stand der Praxiskooperationen: Mai 2021