Eine junge Frau und ein junger Mann sitzen zusammen am Tisch und arbeiten an einem Laptop. ©Brooke Cagle /Unsplash
B.A. Soziale Arbeit & Diakonie (berufsintegrierend)

Neben der Berufstätigkeit studieren

Der Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit & Diakonie“ richtet sich an Berufstätige, die sich mit dem generalistischen Abschluss Soziale Arbeit sowie der staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiter_in / Sozialpädagog_in weiterqualifizieren wollen. Als Teilzeit-Modell ermöglicht der berufsintegrierende Studiengang verschiedenen Zielgruppen, ihre Berufspraxis mit dem Studium zu verknüpfen.

Spezialisierung und vielfältige Berufsfelder

Neben dem allgemeinen Grundcuriculum können die Studierenden ihr Wissen in ausgewählten Arbeitsfeldern weiter ausdifferenzieren.

Die Wahl aus fünf Vertiefungsrichtungen innerhalb des Studiums der Sozialen Arbeit & Diakonie ermöglicht es den Studierenden, sich kontextspezifisch auf die Anfordernisse in der Sozialen Arbeit vorzubereiten. Folgende Vertiefungsrichtungen werden angeboten:

  • Kindheit, Jugend und Familie
  • Migration und Flucht
  • Behinderung und Teilhabe
  • Sozialraumorientierung
  • Religionssensible Soziale Arbeit

Doppelqualifikation: Diakonieabschluss und Bachelor der Sozialen Arbeit 

Diakonische Inhalte sind fester Bestandteil des Studiums. Durch das Absolvieren weiterer Module besteht die Option, den Abschluss als Diakon_in zu absolvieren, wodurch sich weitere Tätigkeitsbereiche wie etwa die kirchliche Gemeinwesenarbeit erschließen. 

Auf einen Blick

  • Bewerbung jederzeit möglich 
  • Studienbeginn: Wintersemester
  • Abschluss: Bachelor of Arts; staatl. Anerkennung als Sozialarbeiter_in / Sozialpädagog_in, zusätzlich als Diakon_in
  • Studienmodell: berufsintegrierend, dual
  • Credit Points (ECTS): 180
  • Dauer: 6-8 Semester (3-4 Jahre)
  • Akkreditierung: ACQUIN
  • Kosten: 295 €/Monat; ca.194,60 € Gebühr pro Semester; einmalig 150 € Verwaltungsbeitrag
  • Studieninhalte und -aufbau
  • Zur Bewerbung

Information und Beratung B.A. Soziale Arbeit & Diakonie (berufsintegrierend)

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag, 9 bis 14 Uhr

Berufliche Perspektiven

Das Studium qualifiziert grundsätzlich für alle Arbeitsfelder und Tätigkeitsbereiche der Sozialen Arbeit. Aufgrund der verschiedenen Vertiefungsrichtungen wird zugleich eine spezifische Expertise vermittelt, die den aktuellen Anforderungen der verschiedenen Berufsfelder Rechnung trägt. Entsprechend der gewählten Vertiefungsrichtung gestalten sich die Inhalte des Studiums der Sozialen Arbeit. Die Kombination von fachspezifischem Wissen verschiedener Kompetenzbereiche der Sozialen Arbeit mit Modulen zu planerischen, personellen und organisationalen Rahmenbedingungen qualifiziert für Leitungspositionen in Einrichtungen der Sozialen Arbeit.

Vertiefungsrichtung „Kindheit, Jugend und Familie“

  • Bildungs-, Erziehungs-, Betreuungs- und Beratungseinrichtungen für Kinder, Jugendliche und Familien
  • Kindertageseinrichtungen
  • Ganztagsbetreuung in der Grundschule
  • ambulante, teil- und stationäre Erziehungshilfen
  • Kinderschutzeinrichtungen

Vertiefungsrichtung „Migration und Flucht“

  • Flüchtlingsarbeit
  • Integrationsberatung
  • Berufsausbildung und Weiterbildung

Vertiefungsrichtung „Behinderung und Teilhabe“

  • Arbeitsassistenz
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderungen oder andere Anbieter_innen
  • Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderungen

Vertiefungsrichtung "Sozialraumorientierung"

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Gesundheitsbezogene Hilfen
  • Altenhilfe
  • Migrationshilfe

​​​​​​​Vertiefungsrichtung „Religionssensible Soziale Arbeit"

  • Schulsozialarbeit
  • Arbeit mit Migrant_innen
  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Verbindlich
    Hochschulzugangsberechtigung und
    Ausübung einer beruflichen Tätigkeit in einem Berufsfeld der Sozialen Arbeit während des Studiums mit mindestens der Hälfte der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit.
  • plus eine der drei Optionen
    1. abgeschlosse Berufsausbildung in einem fachlich verwandten sozialen Beruf
    oder
    2. abgeschlossene Berufsausbildung in einem fachlich verwandten sozialen Beruf und mindestens zwei Jahre Berufspraxis in einem anerkannten Handlungsfeld der Sozialen Arbeit (ermöglicht die Anrechnung von 30 Credits vor Studienbeginn)
    oder 
    3. abgeschlossene Berufsausbildung und eine mindestens zweijährige Berufspraxis in einem anerkannten Handlungsfeld der Sozialen Arbeit.

Zudem erklären sich Studienbewerber_innen bereit, die evangelische Orientierung der Hochschule zu respektieren und sich themenbezogen mit interreligiösen und ethischen Glaubensfragen vor dem Hintergrund christlicher Glaubensaussagen und der christlichen Kirche auseinanderzusetzen.

Die Zulassung erfolgt jährlich zum Wintersemester. Es stehen 60 Studienplätze pro Jahrgang zur Verfügung.

Kosten

  • 295 € Teilnehmer_innenbeitrag monatlich
  • ca.194,60 € Gebühr (HVV-SemesterTicket, Härtefonds und AStA-Beitrag)
  • einmalig 150 € Verwaltungsbeitrag bei der Ersteinschreibung zum Studium

Kosten für An- und Abreise, Unterkunft und Verpflegung sind nicht enthalten. Gerne beraten wir Sie zu Übernachtungsmöglichkeiten in Hamburg. Mailen Sie uns oder rufen Sie uns an.

Finanzierung
Für die Finanzierung des berufsintegrierenden Studiums bestehen verschiedene Fördermöglichkeiten. Auf unserer Seite 

Studienfinanzierung

 finden Sie Informationen, wenn Sie Soziale Arbeit in Vollzeit studieren oder auch neben Ihrer Berufstätigkeit. 

 

FAQ

Das Studienmodell des Bachelors für Soziale Arbeit & Diakonie ist dual, da es mit der Berufspraxis verknüpft wird. Deswegen wird diese Form des Studiums als berufsintegrierend bezeichnet. Studierende des Modells müssen bereits mehrere Jahre in einem Handlungsfeld der Sozialen Arbeit beruflich tätig sein. Für das Studium besteht kein Vertrag zwischen den Arbeitgeber_innen und der Hochschule. Die Studiengebühren werden i.d.R. von den Studierenden selbst übernommen. Das Studium ist ideal für Personen, die bereits in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit tätig sind und sich durch den B.A. Soziale Arbeit und die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter_in/Sozialpädagog_in trotz Berufstätigkeit weiterqualifizieren wollen.

Wird der Bachelor der Sozialen Arbeit berufsbegleitend studiert, handelt es sich in der Regel um ein Studium, dessen Lerninhalte außerhalb der Arbeitszeit vermittelt werden. Die Studierenden arbeiten in der Regel Vollzeit und müssen nicht zwingend in jenem Fachbereich studieren, der ihrem aktuellen beruflichen Handlungsfeld entspricht. Beide Modelle ermöglichen es, Studium und Arbeit zu verknüpfen. Sie eignen sich daher besonders für Studieninteressierte, die auf ein festes Einkommen angewiesen sind.

Es gibt verschiedene Modelle und Konzepte, um Arbeit und Studium zu verknüpfen. Das berufsintegrierende Studium der Sozialen Arbeit & Diakonie in Hamburg setzt auf ein duales System. Dies bedeutet, dass Präsenzstudium und Arbeit sich in einem bestimmten Turnus abwechseln. Voraussetzung hierfür ist eine Tätigkeit in einem Berufsfeld der Sozialen Arbeit.

Die Berufsfelder, die einem nach dem B.A. Studium der Sozialen Arbeit offenstehen, sind sehr vielfältig. In erster Linie qualifiziert das Studium für eine Tätigkeit in sozialen Berufen. Dennoch besteht auch die Möglichkeit, etwa in der Wirtschaft zu arbeiten. Bereits während des Studiums können mit der Wahl einer Vertiefungsrichtung Inhalte gewählt werden, die sich an späteren Arbeitsfeldern orientieren.

Um beim Jugendamt zu arbeiten, kann ein Studium der Sozialen Arbeit absolviert werden. Unsere Hochschule bietet hierfür die Vertiefungsrichtung „Kindheit, Jugend und Familie“ an. Mit dieser können spezifische Inhalte bereits während des Studiums erlernt und vertieft werden.

Das Studium der Sozialen Arbeit befähigt zu einer Tätigkeit mit Menschen mit Migrantionshintergrund und Fluchterfahrungen. Durch die Wahl der Vertiefungsrichtung „Migration und Flucht“ können bereits während des Studiums spezifische Inhalte dieses Berufsfeldes erlernt werden.

Studieninhalte und Studienaufbau BA Soziale Arbeit (berufsintegrierend)

Der Inhalt des berufsintegrierenden Studiums der Sozialen Arbeit & Diakonie setzt sich aus einem obligatorischen Grundcurriculum im Umfang von 120 Credits sowie den folgenden fünf frei wählbaren Vertiefungsrichtungen im Umfang von jeweils 30 Credits zusammen.

Der aktuelle gesellschaftliche Wandel impliziert weitreichende Auswirkungen auf die Familie und das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Die Vertiefungsrichtung greift diese Umbruchsituation auf und vermittelt die in der Praxis benötigten Handlungsfähigkeiten, um die Adressat_innen in der Realisierung einer selbstbestimmten Lebensführung professionell unterstützen zu können.

Inhalte

  • Konstruktionen von Kindheit, Jugend und Familie im Wandel der Zeit
  • Klassische und aktuelle Entwicklungs- und Lerntheorien
  • Rechtliche Vertiefungen der sozialstaatlichen Leistungen
  • Bedarfsfeststellung und pädagogische Diagnostik
  • Beratung von/Kooperation mit Eltern/Familien

Migrationsbedingte Veränderungen unserer Gesellschaft, u.a. aufgrund der aktuellen Flüchtlingszuwanderung, erfordern von den Fachkräften der Sozialen Arbeit zunehmend eine erweiterte Professionalität. In dieser Vertiefungsrichtung werden die in der Praxis benötigten spezifischen Handlungsfähigkeiten in Bezug auf Migration und Flucht vermittelt.

Inhalte 

  • Migrations- und Fluchtbewegungen
  • Migrationstheoretische Grundlagen
  • Soziale Lebenslage und Teilhabe von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen
  • Flucht-, Migrations- und Integrationspolitik
  • Rechtliche, sozialstaatliche und zivilgesellschaftliche Rahmenbedingungen
  • Spezifische Konzepte und Methoden interkultureller, differenzbewusster Sozialer Arbeit 

In der Vertiefungsrichtung „Behinderung und Teilhabe“ wird das sozialstaatliche Hilfesystem für Menschen mit Behinderungen (insbes. Eingliederungshilfe) in den Fokus genommen. Zudem wird es auf seine Potentiale und Grenzen der Ermöglichung von Teilhabe am Leben in der Gesellschaft für seine Adressat_innen befragt.

Inhalte 

  • (De-)Konstruktion von Behinderung in Vergangenheit und Gegenwart
  • Hilfesystem für Menschen mit Behinderungen und seinen Akteur_innen
  • Aufgaben und Funktionen Sozialer Arbeit im Feld der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie
  • Aktuelle behindertenpolitische Diskurse (wie etwa Teilhabe, Inklusion, Intersektionalität)

Soziale Arbeit im Sozialraum hat eine lange Tradition und befindet sich zugleich in stetem Wandel. Grundlage ist die Kenntnis sozialräumlicher Problemsituationen und ihrer Auswirkungen auf Lebenswelten von Adressat_innen sowie der theoretischen und konzeptionellen Grundlagen sozialräumlichen Handelns. 
Durch die Erarbeitung sozialwissenschaftlicher Begriffe und Konzepte, eine Betrachtung der historischen Entwicklung und eine Praxis reflektierende Auseinandersetzung, lernen die Studierenden die Bedeutung von Sozialraumorientierung für Teilhabemöglichkeiten und Verwirklichungschancen in der Sozialen Arbeit zu reflektieren und erarbeiten sich das nötige Wissen und Können für deren Umsetzung.

Inhalte 

  • Ursachen sozialräumlicher Ungleichheit und daraus resultierender Problemlagen
  • Historische Entwicklung der sozialräumlichen Sozialen Arbeit
  • Positionen der Sozialraum-Debatte
  • Fachliche Konzepte der Sozialraumorientierung
  • Rechtliche Grundlagen
  • Diagnostische, planerische, gestaltende Methoden

Religion und religiöse Erscheinungsformen bekommen in der Einwanderungsgesellschaft eine neue Bedeutung. Für viele Menschen ist Religion gleichbedeutend mit Kultur und Identität. Das macht es auch für die Soziale Arbeit nötig, Religion in ihrer Bedeutung für Individuum und Gesellschaft sensibel wahrzunehmen und dafür Kompetenzen zu entwickeln.

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Religion zielt auf Kenntnisse über Phänomene von Religion und deren politische und soziale Relevanz. Ein weiterer Gegenstand ist die Reflexion der eigenen Haltung gegenüber religiösen Fragen, Bedürfnissen und Ressourcen von Adressat_innen Sozialer Arbeit. Studierende entwickeln so eine erhöhte Sensibilität für diesen Bereich und lernen dadurch, auf gegenwärtige Anforderungen in der Sozialen Arbeit angemessen zu reagieren.

Inhalte

  • Religion und gegenwärtige Gesellschaft im deutschen und europäischen Kontext
  • Religionsphänomenologie
  • Religionssoziologie
  • Grundzüge ausgewählter konfessioneller Religionen (z.B. Christentum und Islam) hinsichtlich ihrer Inhalte und Organisationsformen
  • Theoretische Zugänge zu Religionssensibilität und daraus entwickelte Handlungskonzepte
  • Religion und Biographie

Die Studierenden absolvieren unabhängig von den gewählten Vertiefungsrichtungen das Grundcurriculum. Dieses setzt sich aus folgenden Modulen zusammen:

  • Modul 1: Geschichte und Gegenwart Sozialer Arbeit und Diakonie
  • Modul 2: Ethik und Differenzsensibilität   
  • Modul 3: Konzepte und Methoden Sozialer Arbeit & Diakonie
  • Modul 4: Multiperspektivische Fallarbeit
  • Modul 5 und 6: Sozialrecht
  • Modul 7: (Sozial)politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
  • Modul 8: Organisationale Rahmenbedingungen
  • Modul 9: Individuum, Sozialisation und Gesellschaft
  • Modul 10 bis 12: Forschungswerkstatt

Für die Wahl der Vertiefungsrichtung(en) geben Sie nach dem ersten Semester und nach der Vorstellung der Arbeitsfelder eine erste und zweite Wahl bezüglich Ihrer gewünschten Vertiefungsrichtungen an. Die Wahl setzt keine Vorerfahrungen im entsprechenden Handlungsfeld voraus. Die Zuteilung erfolgt hochschulseitig unter Berücksichtigung Ihrer Priorität, soweit dies möglich ist. Für das Zustandekommen einer Vertiefungsrichtung ist eine Mindestteilnehmer_innenzahl erforderlich. Bei sehr großem Zuspruch kann eine Vertiefungsrichtung auch mehrfach angeboten werden.

Je nach Vorqualifikation wählen Sie eine oder zwei Vertiefungsrichtungen, die den Inhalt des Studiums mitbestimmen. Das folgende Modell verdeutlicht den Aufbau des Studiums der Sozialen Arbeit & Diakonie.

Berufsintegrierender B.A. Soziale Arbeit & Diakonie

  • Bewerber_innen, die bereits vor dem Studium 30 Credits anrechnen lassen können, studieren ab dem ersten Semester die allgemeinen Studienanteile sowie ab dem dritten Semester eine Vertiefungsrichtung. Die Studiendauer beträgt sechs Semester.
  • Bewerber_innen, die das Studium ohne die Anerkennung von 30 Credits beginnen, studieren ab dem ersten Semester die allgemeinen Studienanteile. Ab dem dritten Semester wird eine Vertiefungsrichtung und ab dem sechsten Semester eine zweite Vertiefungsrichtung studiert. Die Studiendauer beträgt acht Semester.

Anrechnung von 30 Credits

Eine Anrechnung von 30 Credits ist möglich, wenn Sie zu Studienbeginn eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem fachlich verwandten sozialen Beruf nachweisen. Zudem sind mindestens zwei Jahre Berufspraxis in einem Handlungsfeld der Sozialen Arbeit erforderlich.

Zeitaufwand pro Semester 

Das Studium setzt sich aus Präsenz- und Selbstlernzeiten zusammen. Die Präsenzzeiten umfassen pro Semester sieben Studienwochenenden (Fr. und Sa.) sowie eine Blockwoche (Mo. bis Fr.).